Großübung in Ampfing
Feuerwehr und Bahn ziehen positive Bilanz - Rettung der Verletzten schneller als geplant.
Das Übungsszenario: Innerhalb der Schallschutzmauern gerät ein Personenzug in Brand, 22 zum Teil schwer verletzte Personen - darunter ein Rollstuhlfahrer - müssen gerettet werden.
Nachdem der Lokführer um ca. 16.45 Uhr den Übungsalarm abgesetzt hatte, war die Feuerwehr Ampfing unter der Leitung des 1. Kommandanten Josef Lohmeier wenige Minuten später vor Ort. Unterstützt wurde sie von den Feuerwehren aus Altmühldorf, Heldenstein, Mettenheim, Waldkraiburg und Zangberg. Insgesamt waren rund 140 Feuerwehrleute und 40 Rettungskräfte des Roten Kreuzes zusammen mit dem Notfallteam der Bahn im Einsatz.
Mit schwerem Atemschutzgerät mussten sich die Feuerwehrleute durch ein Fenster in den Zug vorkämpfen und die Verletzten zum Teil mit Tragen aus dem Zug evakuieren und an die Rettungskräfte übergeben. Das BRK, das mit 15 Einsatzfahrzeugen vor Ort war, errichtete eine Verletztensammelstelle, um die Reisenden zu versorgen. Die Bundespolizei sicherte die Einsatzstelle ab.
Das Fazit nach der Übung fällt bei den Verantwortlichen mehr als positiv aus. „Die gesetzte Zeitmarke für die Rettung und Versorgung der Verletzten wurde sogar noch unterschritten“, berichtete Kreisbrandinspektor Harald Lechertshuber bei der Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Ampfing. Er bedankte sich insbesondere bei Josef Kugler, Leiter Verkehrsbetrieb bei der Südostbayernbahn, sowie Alois Huber, Bezirksleiter Betrieb bei DB Netze, für die „spitzenmäßige Unterstützung dieser Übung“. Ein solches Szenario in der Hauptreisezeit am Freitag Abend zu ermöglichen, sei nicht selbstverständlich. Josef Kugler betonte, dass von Seiten der Deutschen Bahn alles getan wird, um die Sicherheit im Zugverkehr zu gewährleisten und versicherte, auch in Zukunft die Arbeit der Rettungskräfte bestmöglich zu unterstützen.