Markt & Wettbewerb

Vorträge zum Thema Markt & Wettbewerb am Donnerstag, 14. November im Kap Europa

Fachkräftemangel: Wie machen wir unsere Branche attraktiv?

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Auch die Nahverkehrsbranche steht vor massiven Herausforderungen. Im Dialogforum Fachkräftemangel diskutierte Gastgeberin Ulrike Haber-Schilling, Vorstand Personal der DB Regio AG, mit sechs Experten 90 Minuten lang über Lösungsansätze. Einigkeit herrschte darüber, dass zunächst die Attraktivität der Branche, der USP, transparenter gemacht werden muss. Ausbildung von Fachkräften - dabei stehen Erst- und Funktionsausbildung nicht in Konkurrenz zueinander - sei als Nächstes die wichtigste Maßnahme, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, so die Runde. Aber es brauche darüber hinaus neue Ideen für die Zukunft, die sich an den Bedürfnissen der jüngeren Generationen ausrichten. Flexible Arbeitszeitmodelle, Konzepte für Wohnraum in Ballungsräumen oder Crossborder Recruiting sind nur einige der diskutierten Ansätze.

Die Quintessenz der Diskussion: Die Branche ist alternativlos für die Zukunft. Die Jobs sind sicher und sinnstiftend - jeder Beschäftigte kann ein gutes Gefühl haben, weil er sich mit seiner Tätigkeit aktiv für Klimaschutz einsetzt und verhindert, dass die Metropolen den totalen Verkehrsinfarkt erleiden.

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Marktgerechte Verträge - Win-win für Aufgabenträger und EVUs

Lange Vertragslaufzeiten in Verbindung mit sehr konkreten Leistungsbeschreibungen ermöglichen es oft nur wenig auf sich ändernde Herausforderungen reagieren zu können. Im Forum "Marktgerechte Verträge" diskutierten Frank Zerban (BAG SPNV), Andreas Schilling (DB Regio) und Dr. Benedikt Peter (Netinera), wie Verkehrsverträge zu einem "Win-win für Aufgabenträger AT und EVUs" werden können. Die Themen: Qualität als Vergabekriterium, die Adressierung von Pönalen, gestaffelte Inbetriebnahmen, unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten für die EVU und Innovationsbudgets in den Verkehrsverträgen. Gerade der letzte Punkt wird in der Branche stark diskutiert. Denn Innovationsbudgets würden es erlauben, die sonst über zehn bis fünfzehn Jahre festgeschriebenen Standards und Services für die Kunden während der Laufzeit zu verbessern. Ein „wichtiger Denkanstoß“ für die Aufgabenträger, zeigte sich Zerban überzeugt. Nicht leiser geworden ist die Forderung der EVU nach mehr unternehmerischer Freiheit. Isolierte Teilleistungen zu erbringen, wird ihrem Anspruch nicht gerecht. Benedikt Peter: "Wir wollen alle Wertschöpfungsstufen besetzten, wir wollen Generalunternehmer sein."

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Ziele und Inhalte des Runden Tisch Kapazität

Neu- und Ausbaumaßnahmen sollen die Kapazitätsengpässe im Schienennetz beseitigen. Ihre Wirkung werden sie jedoch erst mittel- bis langfristig entfalten, während die Nachfrage vor allem in den Knoten und Ballungsräumen weiter zunimmt. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat der Eisenbahnsektor den Runden Tisch Kapazität ins Leben gerufen. Dessen Arbeitsgruppen und ihre Themen stellte das Forum "Kapazitätsmanagement - Ziele und Inhalte des Runden Tischs Kapazität" vor. Dabei kamen auch ganz konkrete Themen zur Sprache, etwa infrastrukturelle Verbesserungen an Verkehrsstationen sowie eine kapazitätsorientierte Trassenvergabe und -disposition in Engpässen.

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Digitale Assistenz für Triebfahrzeugführer

Zur Umsetzung der digitalen Strategie im DB Konzern werden alle Triebfahrzeugführer (Tf) von DB Regio mit mobilen Endgeräten ausgestattet. Mit Hilfe verschiedener Anwendungen werden sie zum digitalen Begleiter und unterstützen den Triebfahrzeugführer beim exzellenten Fahren: sicher, pünktlich und energiesparend, mit zufriedenen Fahrgästen!

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