New Mobility

Vorträge zum Thema New Mobility am Donnerstag, 14. November im Kap Europa

Chancen in der ländlichen Mobilität

Alle reden von der Urbanisierung. Dr. Markus Bröhm vom Deutschen Landkreistag brach im Dialogforum "Chancen in der ländlichen Mobilität" eine Lanze für die Fläche. Deutschland sei dezentral und heterogen strukturiert, von den 11.000 Städten und Gemeinden hätten nur rund 80 mehr als 100.000 Einwohner.

Allerdings: Wo es an Nachfrage für Linienverkehre fehle, brauche es kreative Lösungen, um das Angebot zu verbessern. So habe die Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) On-Demand-Mobilität verwirklicht, indem sie private und gewerblichen Mitnahmefahrten sowie Taxifahrten in den ÖPNV integriert habe, berichtete Peter Krämer, Geschäftsbereichsleiter Nahverkehr der OREG. Vorwiegend auf Taxis setzt auch Ingrid Kühnel, Geschäftsführerin des KreisVerkehrs Schwäbisch-Hall, mit einem Rufbus-System, das abends und am Wochenende den Linienverkehr ergänzt. Die Haltestellen werden nach Anmeldung und festem Fahrplan bedient. In Ostbevern im Münsterland hat Kämmerer Dr. Michael König die Weichen für einen On-Demand-Service gestellt, der die Verbindungen zum außerhalb liegenden Bahnhof verbessern soll. Ziel ist eine attraktive Alternative für Autopendler nach Münster. Die DB Regio Bus-Tochter Westfalenbus und die Konzernschwester ioki erarbeiten gerade das Angebot. "Was wir im ländlichen Raum klären müssen, ist die Zielgruppenfrage", so Guido Verhoefen, Leiter Marketing und Geschäftsentwicklung DB Regio Bus. Seine Empfehlung: die Nachfrage exakt analysieren und befriedigen.

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New Mobility - Chance oder Risiko für den öffentlichen Nahverkehr in Ballungsräumen?

Über die Dreh- und Angelpunkte der Debatte waren sich die Podiumsgäste schnell einig. New Mobility gedeiht dort, wo auch der klassische ÖPNV stark ist: in den Zentren der Ballungsräume. Geht es in die Fläche, wird der Mobilitätsmarkt für beide schon komplizierter und unrentabler. Folgerichtig ging die Diskussion im Forum "New Mobility - Chance oder Risiko für den öffentlichen Nahverkehr in Ballungsräumen" im Wesentlichen der Frage nach, ob neue Mobilitätsangebote als Konkurrenz zum klassischen ÖPNV wahrgenommen werden sollten und wie eine sinnvolle Vernetzung aller Mobilitätsformen aussehen kann. Genügend Raum also für die in Aussicht gestellte Kontroverse zwischen etablierten Playern und Newcomern. Als der Geschäftsführer des Münchner Verkehrsverbunds mit Verweis auf den seit 20 Jahren verkehrenden Rufbus anmerkte, dass an New Mobility eigentlich nur die digitale Vernetzung neu sei, nahmen der CEO von Clevershuttle und der Country Manager Deutschland von Circ das noch hin. Die Bemerkung, mit den Angeboten aus der New-Mobility-Szene kämen letztlich auch nur subventionierungsbedürftige Nischenlösungen auf den Markt, wollten sie aber nicht unkommentiert lassen. Der ÖPNV in der Fläche trage sich oft ebenfalls nicht, erwiderte der CEO von Mobimeo und erinnerte an den gesellschaftlichen Auftrag des Nahverkehrs. Es gehe ja nicht darum, ob der ÖPNV voll oder leer sei, sondern um die sinnvollsten Mobilitätslösungen unter anderem für Ballungsräume und Städte. New Mobility, so der abschließende Konsens, kann hier eine sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV darstellen und ist vor allem an den Stadträndern zur Schließung der letzten Meile ein spannender und wertvoller Ansatz.

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Klimafreundlich unterwegs. Mit der DB Park+Ride App

Klima- und umweltfreundliche Mobilität rückt verstärkt in das Bewusstsein der Menschen. Die DB Park+Ride App bringt erstmals die Welten des Autofahrens und des ÖPNV zusammen. Sie unterstützt die Menschen bei ihrer Fahrt in die Stadt. Dafür zeigt die App in Echtzeit freie Parkplätze in der Nähe etwa von S-Bahn-Stationen an und verknüpft in einer besten Route das Auto mit dem öffentlichen Verkehr.

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Auf Abruf mobil: On-Demand-Lösungen für den ländlichen Raum

Als Technologie-Partner und hundertprozentige Tochtergesellschaft der DB verbindet ioki digitale Mobilitätslösungen mit Bestehendem, kreiert Innovation aus Tradition und entwickelt Veränderung aus Erfahrung. Vor allem im ländlichen Raum stärken wir den ÖPNV durch nachhaltige und barrierefreie On-Demand-Services. So machen wir Mobilität jedem, jederzeit und überall zugänglich.

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