Technische Ausstattung des DB Medibus

Hightech auf vier Rädern

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Diagnostik und Therapie per Telemedizin

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Dank der im Bus verbauten IT-Infrastruktur des Technologie- Unternehmens Cisco ist in der mobilen Arztpraxis sämtliche Technik für den Einsatz von Telemedizin vorhanden. Diese ermöglicht etwa mithilfe von Videoübertragung Diagnostik und Therapie über räumliche Distanz. Zu diesem Zweck ist im Medibus eine Videokonferenzanlage verbaut, die je Fahrzeug mit zwei bis vier PCs mit All-in-One-Desktop inklusive Touchscreen und Kamera ergänzt werden kann. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: So kann der behandelnde Arzt während der Sprechstunde einen Facharzt unkompliziert per Videochat für eine Ferndiagnose hinzuschalten. Auch der Austausch mit anderen Ärzten zum Einholen einer Zweitmeinung ist so problemlos ohne zeitliche Verzögerung durchführbar. Für immobile Patienten, die nicht zum Medibus kommen können, besteht zudem die Möglichkeit einer Face-to-Face-Konferenz mit dem Arzt per Videoübertragung.

Internetverbindung und WLAN

Für eine störungsfreie Videoverbindung auch in ländlichen Regionen verfügt der DB Medibus über einen Empfangssender, der die leistungsstarken Internetnetze 4G und LTE nutzt. Durch eine Bündelung der Signale verschiedener Netze kann der Sender kontinuierlich eine stabile Verbindung zur Verfügung zu stellen. Im DB Medibus ist die neueste WLAN- und Router-Technik durch Cisco integriert. Diese kann beispielsweise dazu genutzt werden, die im Wartebereich sitzenden Patienten auf ihren Smartphones per Video vorab über die bevorstehende Behandlung zu informieren. Zusätzlich können Aufklärungsfilme über die im Bus eingebaute Flat-Screen-Monitore abgespielt werden.

Videodolmetsch-Software von SAVD

Für fremdsprachige Patienten ist der DB Medibus mit der Videodolmetsch-Software des Wiener Unternehmens SAVD ausgestattet. Per Knopfdruck stehen 50 Sprachen und rund 750 ausgebildete Dolmetscher zur Verfügung, die jederzeit eine reibungslose Kommunikation zwischen Arzt und Patient gewährleisten. Von der Auswahl der Sprache bis zur Zuschaltung des Dolmetschers in Bild und Ton dauert es maximal zwei Minuten. So können Sprachbarrieren unkompliziert überwunden werden.

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Entwicklung und Forschung

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Der Medibus ist technisch auf dem neuesten Stand und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Schon jetzt ist eine Erweiterung der IT-Infrastruktur durch das Computerprogramm Watson denkbar. Die vom US-amerikanischen Technologiekonzern IBM entwickelte Software ermöglicht mithilfe von künstlicher Intelligenz die sekundenschnelle Sichtung großer Datenmengen. In der medizinischen Diagnostik hilft die Software dabei, einen genauen Befund zu erstellen. Hierdurch wird der Arzt dabei unterstützt, die optimale Behandlung für den Patienten zu finden.