Mobile Impfversorgung bei der Charité in Berlin

Die mobile Praxis befindet sich derzeit in einem Langzeiteinsatz bei der Charité in Berlin. Sie wird dort zur mobilen Impfversorgung von Flüchtlingen eingesetzt.

Wiebke Peitz I Charité-Universitätsmedizin Berlin ©
Wiebke Peitz I Charité-Universitätsmedizin Berlin ©

Das deutschlandweit erste Impfmobil für die Flüchtlingsversorgung soll bestehende Impflücken passgenau schließen. Die Charité - Universitätsmedizin Berlin und das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten haben das mobile Versorgungskonzept entwickelt und es mit den Kooperationspartnern DB Regio, Cisco und SAVD Videodolmetschen GmbH (Wien) erfolgreich umgesetzt. Für diesen speziellen Einsatz wurde das Fahrzeug mit zusätzlicher IT ausgestattet. Gemeinsam mit den Partnern konnte so eine LIVE-Videoübersetzung eingerichtet werden, welche die Verständigung in allen relevanten Sprachen ermöglicht, ohne eine Vielzahl an Dolmetschern vor Ort haben zu müssen.

Dr. Christian Gravert, Leitender Arzt der Deutschen Bahn, sieht in dem Projekt einen weiteren Schritt in der Entwicklung der rollenden Arztpraxis: "Als Deutsche Bahn freuen wir uns, dass der neue medibus nun auch in der Flüchtlingsversorgung eingesetzt wird. Auf diese Weise sammeln wir gemeinsam mit der Charité praktische Erfahrungen mit der mobilen Impfpraxis. Dies wird uns helfen, auch Lösungen für die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum künftig innovativ zu unterstützen."

"Unser medizinisches Personal wird ab heute die Notunterkünfte in Berlin anfahren und Impfungen vor Ort direkt im medibus durchführen. Damit erreichen wir beispielsweise auch Kinder nach der Schule", sagt Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité, anlässlich der Einweihung.

ZDF berichtet über den Einsatz der mobilen Arztpraxis in Berlin.

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Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales, zeigt sich zufrieden über die Kooperation: „Wir haben in den letzten Monaten intensiv daran gearbeitet, die Strukturen zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen auszubauen und hier viel erreicht. Der Einsatz des neuen medibusses zur Impfversorgung ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung des Infektionsschutzes. Mit dieser ergänzenden und sehr effektiven Maßnahme erreichen wir direkt und unkompliziert viele Menschen mit unserem Impfangebot und der Impfberatung.“ Viele Flüchtlinge konnten bereits die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen erhalten. Die noch vorhandene Lücke soll jetzt möglichst schnell geschlossen werden.
 
Sandra Scheeres, Aufsichtsratsvorsitzende der Charité und Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft hebt hervor: „Bereits seit dem vergangenen Jahr ist das Engagement der Charité für die medizinische Versorgung Geflüchteter außerordentlich bemerkenswert. Die Entwicklung und der Einsatz des mobilen Impfdienstes sind ein weiterer Beweis für die wesentliche Rolle der Charité als sozialer Akteur unserer Stadt.“

Wie die mobile Impfversorgung im DB medibus funktioniert, erfahren Sie im Film: