Preise im deutschen Nahverkehr steigen Ende 2016 um durchschnittlich 1,9 Prozent

Preissteigerungen liegen auf Niveau der Durchschnittserhöhung der Verkehrsverbünde, die 80 Prozent aller Nahverkehrsfahrten abdecken - Gerechtere Preissystematik durch klarere Kopplung an Fahrtstrecke

(Berlin, 20. September 2016) Die Preise für Nahverkehrsfahrkarten der Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) in Deutschland werden zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 um durchschnittlich rund 1,9 Prozent erhöht. Zu den größten EVU gehören unter anderem BeNEX, Keolis, NETINERA, Transdev, National Express und DB Regio sowie deren Beteiligungen und Tochterunternehmen. Die Preissteigerungen dieser Nahverkehrsbetreiber liegen auf dem Niveau der Erhöhungen der Verkehrsverbünde.

Da rund 80 Prozent aller Nahverkehrskunden in Deutschland in Zügen der Verkehrsverbünde und somit in den jeweiligen Verbundtarifen unterwegs sind, sind diese nicht von der Preismaßnahme betroffen.

Preisstabil bleiben unter anderem das Schöne-Wochenende-Ticket und das Quer-durchs-Land-Ticket. Auch einige der beliebten Länder-Tickets kosten künftig nicht mehr: beispielsweise das Rheinland-Pfalz Ticket, das Baden-Württemberg-Ticket oder das Schleswig-Holstein-Ticket.

Bei den Einzel- und Zeitkarten werden für den Kunden nicht nachvollziehbare Preissprünge reduziert. Zum Beispiel zahlen Kunden heute für 15 Kilometer Fahrtstrecke 3,80 Euro. Ab 16 Kilometer sind es 4,50 Euro. Künftig nimmt der Preis sukzessiv mit jedem Kilometer zu. So kosten 15 Kilometer ab Dezember 2016 4,10 Euro - der Preis für 16 Kilometer beträgt weiterhin 4,50 Euro. In Summe wird das Preissystem für die Kunden gerechter.

In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Brandenburg und Berlin legen ausschließlich die jeweiligen Verkehrsverbünde beziehungsweise die Länder Fahrkartenpreise fest. Für Verkehre außerhalb der Verbünde erfolgt die Preisgestaltung in Abstimmung mit den Aufgabenträgerorganisationen, die den Nahverkehr im Auftrag der Länder bestellen und bezahlen.

Die Preisanpassungen ergeben sich unter anderem daraus, dass die Verkehrsunternehmen in den letzten Jahren massiv in neue Fahrzeuge investiert haben. So gaben DB Regio, BeNEX, Transdev und NETINERA in den letzten vier Jahren über 4 Milliarden Euro für neue Fahrzeuge aus. Auch die umfangreiche Modernisierung von Bestandsflotten trug zur Steigerung des Reisekomforts bei: So wurden unter anderem Klimaanlagen, Steckdosen, bequemere Sitze und neue Beleuchtung nachgerüstet.

Der TBNE ist der "Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland" und Kooperationsplattform der EVU, die in Deutschland Schienenpersonennahverkehr betreiben.

Kontakt BeNEX

Christoph Kreienbaum

Kontakt Deutsche Bahn AG

Diana Scharl - Sprecherin und Leiterin Kommunikation Regio

Kontakt NETINERA

Claudia Ruß

Kontakt Transdev GmbH