KI für Kommunen

Neue Wirtschaftsinitiative Stadt in Bewegung will Städte besser digitalisieren

  • Technologiekonzerne, Start-ups und etablierte Unternehmen aus den Bereichen IT, Mobilität, Verkehr und Beleuchtung werben gemeinsam für moderne Stadtentwicklung
  • Studie: 56 Prozent der Deutschen wünschen sich mehr digitale Services an ihrem Wohnort
  • Initiative: "Silodenken ist out. Wir müssen die digitalen Anwendungen von Städten und Kommunen ganzheitlich denken und besser miteinander verknüpfen."
Mirko Bass ©
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(Dortmund/Berlin, 19. September 2019) Kein Breitband, wenig Services, zu viel Verkehr - Deutschlands Städte haben bei der Digitalisierung Nachholbedarf. Das ist bekannt. Dabei wünschen sich die Bürger längst deutlich smartere Städte mit neuen Services und innovativen Dienstleistungen. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Online-Umfrage, die das Forschungsinstitut Civey unter 5.000 Bürgerinnen und Bürgern erhoben hat. Ganz oben auf der Wunschliste stehen intelligente Lösungen, um Verwaltung, Mobilität und Sicherheit zu optimieren. Aus diesem Grund haben sich sechs Wirtschaftsunternehmen zur Initiative "Stadt in Bewegung" zusammengeschlossen. Sie unterstützen Städte bei der Digitalisierung ihrer Infrastruktur und der Entwicklung zukunftsorientierter Angebote für ihre Bürger. Zu den Gründungspartnern der Initiative gehören der Technologiekonzern Cisco Meraki, Signify (ehemals Philips Lighting), DB Regio Bus, der Mobilitätsanbieter ioki, Cleverciti sowie der Systemintegrator avodaq.

Mirko Bass ©
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"Die Menschen in Deutschland erwarten eine gut funktionierende Infrastruktur und zeitgemäße Services, die ihr Leben vereinfachen und Städte lebenswerter machen. Hier wollen wir helfen", sagt Markus Wissmann, Director Smart & Connected Communities, EMEAR bei Cisco. "Viele Städte und Regionen haben sich bereits auf den Weg in die digitale Zukunft gemacht, es fehlt ihnen vielerorts aber immer noch an Tempo."

Bürgerservices, intelligente Beleuchtung und moderne Mobilitätsangebote hoch im Kurs

Über die Hälfte der Befragten (56,1 Prozent) wünschen sich mehr digitale Services an ihrem Wohnort. Wenn sie nur eine Sache in ihrer Stadt ändern könnten, so die Bürger, sehen sie den größten Änderungsbedarf bei der Nutzung von Online-Anträgen in der öffentlichen Verwaltung (46,8 Prozent). Zudem wünschen sie sich intelligente, ressourcenarme Straßenbeleuchtungen sowie moderne Mobilitätsangebote (z. B. On-Demand-Beförderungsservices).

"Die Mobilitätswende ist in aller Munde. Wir schaffen sie nur, wenn wir vor Ort neue Angebote entwickeln und gleichzeitig den bestehenden Verkehrsfluss effizienter gestalten. Und zwar gemeinsam mit allen Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und den Bürgern", so Guido Verhoefen, Leiter Marketing und Geschäftsentwicklung, DB Regio Bus. "Kommunen nehmen als Treiber der digitalen Transformation eine Schlüsselrolle ein - gerade auch in der Schnittstelle zwischen urbanem und ländlichem Raum." Der aktuellen Umfrage zur Folge befürworten fast drei Viertel der Deutschen (69,8 Prozent) die Nutzung digitaler Lösungen, um den Verkehrsfluss in der Stadt zu optimieren, Staus zu verhindern und die Parkplatzsuche zu erleichtern.

Maßgeschneiderte digitale Lösungen für jede Kommune

Um diese Aufgaben zu bewältigen, bekommen die Kommunen jetzt Unterstützung. Die Initiative "Stadt in Bewegung" will Städte attraktiver und nachhaltiger machen. Mithilfe digitaler Technologien will sie die Lebensqualität erhöhen - zum Beispiel durch leistungsfähige Services für die Bürger, eine bessere Verkehrsplanung, integrierte Mobilitätsangebote sowie fortschrittliche Beleuchtung. Hinter der Initiative stehen der Systemintegrator avodaq, DB Regio Bus im Zusammenspiel mit der Deutsche-Bahn-Tochter für innovative Mobilitätslösungen ioki, das IT-Unternehmen Cisco sowie Cisco Meraki, Cleverciti, ein Anbieter von intelligenten Parking-Lösungen, sowie die Beleuchtungsexperten von Signify (ehemals Philips Lighting). Gemeinsam bieten die beteiligten Unternehmen sowohl fundiertes Anwender-Know-how aus verschiedenen Branchen als auch eine umfassende IT-Expertise. "Kommunen müssen heute maßgeschneiderte Lösungen für ihre Smart City entwickeln", betont Karsten Vierke, CEO-DACH von Signify. "Silodenken ist out. Wir müssen die digitalen Anwendungen von Städten und Kommunen modernisieren und besser miteinander verknüpfen. In jeder Stadt steht schon heute die Infrastruktur von mehreren Tausend Lichtpunkten zur Verfügung, die mit neuen Mobilitäts- oder Service-Anwendungen verknüpft werden kann."

Doch bevor viele Städte neue Services und Innovationen entwickeln können, fehlt es in vielen Regionen noch immer an flächendeckendem Breitband. Den Bundesbürgern ist das kaum mehr zu vermitteln. Jeder zweite Bewohner in bevölkerungsschwachen ländlichen Regionen (49,9 Prozent) sieht Nachholbedarf bei schnellem Internet - um besonders für eine moderne Industrieproduktion und Landwirtschaft zu sorgen.

Auftakt in Dortmund: Möglichkeiten der digitalen Stadt erleben

In den kommenden Wochen stellt die Initiative "Stadt in Bewegung" auf einer Roadshow ihre Angebote und Services vor und diskutiert mit führenden Politikern und Experten die Potenziale der digitalisierten Stadt. Dabei bietet die Vernetzung verschiedener Leistungsbereiche in den Städten enorme Möglichkeiten. Hier setzt die Initiative an und zeigt konkrete Handlungsfelder auf. Der Clou: Die Initiative macht neueste Technologien und die Möglichkeiten der digitalen Stadt in einem Hightech-Bus erlebbar und im wahrsten Sinne des Wortes "erfahrbar".

Der Auftakt zu "Stadt in Bewegung" in Dortmund findet gemeinsam mit Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, statt. Die Entscheidung für Dortmund ist kein Zufall. Die Ruhrgebiets-Metropole ist in den vergangenen Jahren auf dem Weg zur Smart City schon ein gutes Stück vorangekommen: Die städtischen Entscheider haben die Digitalisierung zur Chefsache gemacht und steuern entsprechende Projekte konzertiert. Dortmund ist Gastgeber des diesjährigen Digital-Gipfels der Bundesregierung und wurde von der EU für die "Stadt der Zukunft" nominiert. "Wir freuen uns sehr, dass "Stadt in Bewegung" bei uns startet", sagt Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. "Wir können die digitalisierte Stadt nur gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen." Auch in Dortmund wünschen sich laut Civey sechs von zehn Befragten einen Ausbau der städtischen digitalen Services. Hoch im Kurs steht auch eine bessere digitale Verwaltung. Jeder Zehnte wünscht sich in der Region um Dortmund Parkraum-Apps, um die Dauer der Parkplatzsuche zu reduzieren und Staus zu vermeiden. IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber sagte in seinem Grußwort: "Das Motto: "Stadt in Bewegung. Nächster Halt: Zukunft." vermittelt die Zuversicht, dass es lohnt, digitale Lösungen in der eigenen Stadt anzugehen und sich mit anderen Räumen zu vernetzen. Smarte, digitale Lösungen haben nämlich das Potenzial, unsere Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und für zukunftsfeste Arbeit zu sorgen."

In den kommenden Wochen reist der Stadt-in-Bewegung-Bus unter anderem nach Frankfurt am Main und zur Smart City Country Convention nach Berlin.

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Weitere Zitate der Partner:

Markus Pellmann-Janssen, Head of Sales DACH, ioki GmbH
"Weltweit leben bald 80 Prozent der Bevölkerung in Ballungsgebieten. Deshalb müssen vor allem die Metropolen die zentralen Probleme unserer Zeit lösen: beim Klima, bei der Infrastruktur, der Sicherheit und insbesondere der Mobilität. Die zunehmende Digitalisierung bietet hierbei eine große Chance, künftig noch mehr Mobilität und gleichzeitig weniger Verkehr auf die Straße zu bringen. Die Mobilitätswende passiert nicht nur in unseren Köpfen, sondern vor allem auf der Straße."

Maximilian Venhofen, Cleverciti, Director Business Development
"Wir brauchen viel mehr Zutrauen in digitale Technologien. Städte können von Parkraum-Apps und anderen Anwendungen enorm profitieren und ihr hohes Verkehrsaufkommen in den Griff bekommen. Die Verkehrswende schaffen wir nur, wenn wir auf digitale Innovationen setzen."

Andreas Kusch, avodaq, CEO
"Heute bastelt jeder städtische CIO an seiner individuellen IT-Lösung für seine Kommune. Wichtig ist, dass er einen IT-Architekten an seiner Seite hat, der seine Bedürfnisse versteht. Denn IT-Silos bringen uns nicht weiter. Wir müssen die Anwendungen miteinander verknüpfen.“"

Über die Initiative Stadt in Bewegung

"Stadt in Bewegung. Nächster Halt: Zukunft." ist eine Initiative von Signify, Cisco Meraki, DB Regio Bus, ioki, Cleverciti (Anbieter für effizientes Parkraum-Management) und avodaq. Die Wirtschaftsinitiative besteht aus Leistungspartnern, die sich in ihrer inhaltlichen Ausrichtung ergänzen. Um maßgeschneiderte Lösungen für Städte und Kommunen zu entwickeln, geht die Initiative wesentliche Aufgaben der Stadtentwicklung im Team an. Es geht um neue Anwendungen für die Bürger, bspw. um die flächendeckende Einführung neuer Mobilitätsangebote, eine bessere städtische Verkehrsplanung und das kluge Zusammenspiel aus Verkehrsdaten und energieeffizienter, moderner städtischer Beleuchtung - und all das nicht nebeneinander in verschiedenen IT-Silos gedacht, sondern vernetzt durch das Knowhow von Technologiekonzernen, die diese Anwendungen bündeln und zusammenführen. Die Initiative besucht während ihrer Roadshow Städte und Regionen in Deutschland, um über die Möglichkeiten der modernen Stadt zu informieren. In den kommenden Wochen reist der Stadt-in-Bewegung-Truck u.a. nach Dortmund, Frankfurt am Main und Berlin auf die Smart City Country Convention.

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