Was ist ein Zuglabor?

Für ein Zuglabor machen wir einen Zug zu einem Marktforschungsstudio. Angelehnt an in der Automobilbranche bereits etablierte Car Clinics unterziehen die Kunden einzelne Elemente der Züge einer qualitativen Analyse "am echten Objekt".

Foto: Andreas Lander ©
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Dazu werden die Tester in Gruppen von 3 bis 6 Personen von Interviewern eines unabhängigen Marktforschungsinstituts durch einen für das Zuglabor aus dem Betrieb genommenen Zug geführt.

Dabei werden konkrete Fragen gestellt, z.B. bei der Beurteilung des Einstiegsraumes: "Was halten Sie von der Türbreite?" oder "Sind ausreichend Haltegriffe und Ablagen für Gepäck vorhanden?". Die Testkunden sind aber auch aufgefordert, ihre Gedanken frei auszusprechen und "laut zu denken".

Die Teilnehmer an den Zuglaboren werden je nach Zielstellung repräsentativ und unabhängig ausgewählt, um das Kundenspektrum im Regionalverkehr möglichst gut und objektiv abzubilden.

Zusätzlich können sich meistens noch Interessierte für die Teilnahme an einem zusätzlichen, von den Durchläufen der repräsentativen Tester unabhängigen Testtag bewerben.

Foto: Andreas Lander ©
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Die Tests werden live in einen anderen Wagen übertragen - das unmittelbare und ungefilterte Beobachten der spontanen Kundenreaktionen ist eine wirklich andere Perspektive und hat schon manchen Aha-Effekt ausgelöst.

Zusätzlich werden alle Aussagen der Kunden aufgezeichnet und im Nachgang (anonymisiert) detailliert ausgewertet.

Neben der klassischen qualitativen Marktforschung wie Gruppendiskussionen werden im Zuglabor auch innovative Analyse-Tools wie die Eye-Tracking-Methode eingesetzt. Dabei wird die Blickbewegung der Testpersonen nachvollzogen und analysiert.

Dazu werden die Tester verkabelt und unheimlich viel Technik in den Zug gebracht, beim letzten Zuglabor z.B. allein 25 Kameras und insgesamt rund 5 km Kabel.

Das Zuglabor im Überblick